Dachausbau: So erweitern Sie handelsübliche Bausätze

Werden Gebäude aus handelsüblichen Bausätzen entsprechend der Bauanleitung aufgebaut, so haben sie keine persönliche Note des Erbauers aufzuweisen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie an einen solchen Bausatz vielfältige Veränderungen anbringen.
So können Sie handelsüblichen Bausätzen vielfältige Veränderungen anbringen bzw. einarbeiten. © Eisenbahnmagazin

Dienen derartig aufgebaute Gebäude zum Beispiel der Hintergrundgestaltung, so ist das akzeptabel. Im Vordergrund aufgestellte oder für Dioramen vorgesehene Bauwerke verdienen dagegen besondere Aufmerksamkeit bei ihrer Gestaltung.

Zur Belebung der Szenen lassen sich bei vielen handelsüblichen Bausätzen vielfältige Veränderungen anbringen bzw. einarbeiten. So könnte beispielsweise der Eigentümer eines an sich recht komfortablen Einfamilienhauses (zum Beispiel von Faller oder Vollmer) eines Tages den Wunsch verspüren, das Dachgeschoß seines Hauses künftig an Urlaubsgäste zu vermieten. Im Rahmen der Modernisierung sind auch neue Klappfenster vorgesehen.

Vom fertigen Gebäudemodell werden die beiden Dachhälften vorsichtig abgehebelt und die Firstleiste sowie der Schornstein entfernt. Auf der dem Hausinneren zugewandten Seite des Daches sind mittels Reißnadel und Stahllineal die Umrisse der künftigen Fensteröffnungen anzureißen. Maßgebend dafür ist die Größe der neuen Fensterrahmen, die sich in der Bastelkiste als Reste eines bereits fertiggestellten Gebäudes finden lassen.

Jeweils drei Ecken der so angezeichneten Fensteröffnungen erhalten Bohrungen, die mit Stiftenklöbchen und 0,3-mm-Bohrer ausgeführt werden.

Nun folgt das Aussägen dieser Öffnungen, wofür ein Uhrmacher-Sägebogen mit feinem Sägeblatt geeignet ist. Das Sägeblatt wird durch eine Bohrung gefädelt, und nach dem Spannen kann entlang der Markierung das Aussägen erfolgen.

Mit einer Dreikantschlüsselfeile entgratet man die Sägeschnitte und befeielt sie anschließend solange, bis die Fensterrahmen genau in die Öffnungen passen. Nun werden die Öffnungen an allen Seiten erweitert, bis zwischen Fensterrahmen und Öffnung mühelos ein 0,2-mm-Kartonstreifen geschoben werden kann.

In gleicher Weise wird bei der weiteren Fensteröffnungen verfahren. Die Fensterrahmen erhalten einen Anstrich, der ihnen das Aussehen neuen Holzes verleiht.

Während der Trocknungszeit wird aus 1 mm dickem Sperrholz ein Zwischenboden zugeschnitten und eingepaßt. Aus dem gleichen Material entsteht die Rückwand des angenommenen Zimmers im Dachgeschoß.

Aus 0,2-mm-Karton wird ein 2 mm breiter Streifen geschnitten, der mittig gefalzt wird und somit ein Winkelprofil darstellt. Es erhält einen Anstrich mit Humbrol Nr. 11 (Silber).

Die entsprechend der Fensteröffnung passend geschnittenen Abschnitte stellen den Rahmen der Kippfensters dar. Die Fensterrahmen versieht man mit einer Glasimitation aus Klarsichtfolie und setzt sie in die Fensteröffnungen ein.

Je nach der Größe der Fenster kann man mehr oder weniger gut in die Stuben schauen. Sie sollten daher möbliert werden.

 


 

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Materialbedarf: ▲
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Teile:

  • - Sperrholz, 1 mm, Klarsichtfolie
  • - Plastikkleber
  • - Uhu
  • - Humbrol-/Revell-Farbe
  • - Werkzeuge: Stahllineal
  • - Bastelmesser
  • - Laubsäge mit feinem Blatt
  • - Schlüsselfeilen
  • - Pinsel


Zubehör:

  • - Gebäude-Bausatz
  • - Fensterrahmen  

Der Dachausbau im Detail

Dachfenster lassen sich auch nachträglich einbauen, wenn das Dach entfernt werden kann.

Die vorgesehenen Fensterrahmen entstammen der Bastelkiste und erhalten vor dem Einbau einen hellgelben Farbanstrich zur Darstellung von frischen Kiefernholzrahmen.

Aus dünnem Karton geschnittene 2 mm breite Streifen dienen als Blendrahmen.

Die Blendrahmen haben einen silbernen Anstrich erhalten und wurden eingeklebt.

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