Städtische Begrünung modellieren

Der Stadtpark als Ruhezone - Mit wenig Aufwand entsteht die Stadtoase

Erholungszonen – so nennen Stadt­planer die Gebiete, meist Parks und Grünflächen, die sich in Städten und Wohn­gebieten befinden und in denen sich Anwohner und ihre Gäste erholen können. Wir zeigen Ihnen wie Sie mit wenig Aufwand eine Stadtoase nachbilden.
Städtische Begrünung modellieren: Der Stadtpark als Ruhezone © Eisenbahnmagazin

In der warmen Jahreszeit findet man in Stadtparks auch oft Son­nen­hung­rige, die die Rasenfläche zur Lie­ge­wiese um­funktioniert haben.

Mit­unter sind auch Spring­brunnen oder Kin­der­bade­bassins anzu­tref­fen, so daß für Erfrischung gesorgt ist. Unweit der Grün­flächen findet man oft auch Spiel­plätze.

Dem Straßenlärm wirkt man mit hohen Hecken oder Bäumen entgegen. Die Park­an­lagen müssen nicht immer so groß wie der Ber­liner Tier­garten oder der Münch­ner Olym­pia­park sein.

n den meisten Fällen liegen die Grün­anlagen nur zwischen zwei Straßen oder sind von Häu­serblöcken umgeben. Im Modell kann man mit einer Grün­zone Ab­wechs­lung in eine Stadt­kulisse bringen.

Wenn der vor­handene Platz richtig aus­genutzt wird, läßt sich auch auf engstem Raum eine in­teres­sante Fläche schaffen.

Der Park im Modell

Auf der Modellbahn dient ein kleines Areal der An­la­gen­grund­platte als Parkfläche. In den meis­ten Fällen ist diese plan. Bei Bedarf können aber auch Hügel oder Ver­tie­fungen für Teiche, auch Feucht­biotop genannt, nachträglich ge­formt werden.

Auch beim Vorbild formt man die Land­schaft künstlich. Zur Modell­dar­stellung eignet sich Zei­tungs­papier, das mit Gips oder Schwemm­sand bedeckt wird. Doch auch die an­deren bekannten Land­schafts­gestaltungs­me­thoden sind prak­ti­zier­bar.

Holzpflöcke dienen oft an Wegen und Beeten als Abschlußoder Be­grenz­ungs­kante. Ebenso findet man sie als eine Art Spund­wand, damit Erd­reich nicht in einen Teich oder vom Hügel auf den Weg rutscht.

Diese oft an­zu­tref­fen­den Rund­holz­reihen kann man leicht auch im Modell nach­bilden. Dünne Holzstäbchen, wie sie zur Zubereitung von Fleisch­spießen ver­wen­det werden, finden hier­zu An­wen­dung.

In Boh­rungen pas­senden Durch­messers werden die zu­ge­schnit­tenen Holzstücken geklebt. Die Länge der einzelnen Pfähle kann variiert werden. Auch können die Pfähle einer Reihe ver­schie­dene Höhen haben, so daß dadurch in­ter­es­san­te Ef­fek­te ent­stehen.

Die Darstellung der Wege

Oft bestehen die Wege aus geschüttetem und fest­ge­walz­tem Kies. Es kommt aber auch vor, daß die Wege mit kleinen Pflas­ter­stei­nen befestigt sind. Diese stellt man dann im Modell mit Präge­pappen oder Pflas­ter­folien, die es auch selbst­klebend gibt, dar.

Wege aus Sand gestaltet man mit einer dünnen Schicht Schwemm­sand. Diese wird glatt ge­strichen und zur Be­fes­ti­gung auf der An­lagen­plat­te mit verdünntem Holz­leim beträufelt. Nach dem Trocknen sol­lte der Weg noch nach Be­lieben gefärbt werden. Dazu eig­net sich verdünnte Pla­ka­farbe.

Die Grünflächen

Entlang der Wege gestaltet man die Grün­flächen. Mit Gras­mat­ten lassen sich kurz ge­schnit­tene Rasen­flächen ge­stalten. Diese klebt man neben die Wege. Ve­ge­ta­tions­nuancen lassen sich im An­schluß mit Fo­liage und ein­zelnen Gras­fasern in ähnlichen Farbtönen gestalten.

Hecken, die es konfektioniert zu kaufen gibt, können eben­falls neben die Wege geklebt werden. Sie ver­laufen meist links und rechts ein­zelner Ab­schnitte parallel neben den Wegen. Soll­ten die Hecken einen Plastik­fuß besitzen, können sie mit Alles- oder Se­kunden­kleber be­festigt werden.

Die groben Ständer können danach mit Grün­zeug kaschiert werden. Neben den Wegen kann man aber auch schmale Blumen­rabat­ten anlegen. Hierzu trägt man mit einem dünnen Pinsel Holz­leim an den Wegrändern auf und streut Flockage auf.

Um Blumen nach­zu­bilden, sollte die Flockage ein- oder mehr­far­big sein. Des­weiteren sollten in einer solchen Grün­anlage keine Bäume fehlen. Diese findet man in den Sor­ti­menten der ver­schie­denen Hersteller.

Islandmoos, das mit Foliage bestreut wird, eignet sich auch zur Nach­bildung von Sträuchern. Da die Park­an­lagen meist künstlich an­gelegt sind, können die Bäume und Sträucher in Reihe und diese auch im Winkel zu den Wegen stehen. Oft wird mit solchen An­ord­nun­gen dem Park ein be­son­derer Charakter verliehen.

Ausstattung und Zubehör

Sind die Grünflächen mit den entsprechenden Landschaftsmitteln gestaltet worden, stellt man noch einiges Zubehör auf.

Auf keinen Fall sollten Laternen fehlen. Hier verwendet man aber keine Straßenlaternen, sondern Lampen mit Kandelabern, die in einen Park passen. Stimmungsvolle Nachtszenen lassen sich nachbilden, wenn die Parklampen elektrisch betrieben werden können.

Zum Ausruhen stellt man Parkbänke auf, wie sie von Busch oder anderen Herstellern angeboten werden. Abfalleimer oder Mülltonnen ergänzt man aus dem Preiser-Sortiment.

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