Modellbaulandschaft im Rohbau

Ein schnelles Verfahren zur Landschaftsgestaltung mit Draht und Gips

Viele Wege führen nach Rom – dies gilt auch ganz besonders für die Landschaftsgestaltung. Wir zeigen hier eine Möglichkeit mit Draht und Gips.
Ein schnelles Verfahren zur Landschaftsgestaltung mit Draht und Gips © Eisenbahnmagazin

Grundlage unserer Landschaft bildet eine Rahmenkonstruktion aus Sperrholz, deren Seitenwände reliefartig zugeschnitten werden.

Zur Nachbildung des Geländeverlaufs dient ein Drahtgeflecht – im Volksmund auch Hasendraht oder Hasenzaun – genannt, das in jedem Baumarkt zu bekommen ist.

Die Maschenweite beträgt 13 mm. Gegenüber dem herkömmlichen und weit verbreiteten Alugewebe hat es den Vorteil, dass es billiger ist und sich aufgrund der weiten Maschen besser verformen lässt.

Mit einer Drahtschere oder Zange schneidet man von der Rolle ein Stück Drahtgeflecht ab, achtet aber darauf, dass es etwas größer ist als das Diorama.

Entsprechend der Geländespanten wird das Geflecht mit den Händen in Form gebracht. Steilabschnitte für den Felsenbau oder aber die Vertiefung für einen Teich werden bereits jetzt berücksichtigt.

Sodann wird der Draht an den Außenhölzern, an den Spanten und der Gleistrasse angetackert und das überstehende Geflecht abgeschnitten oder mit der Zange abgezwickt.

Auf diesem stabilen Unterbau wird nun die Geländeoberfläche modelliert. Dazu eignen sich die „Plaster Cloth“-Gipsbinden von Woodland-Scenics, die als erste Schicht zur Anwendung kommen.

Die Binde wird entrollt und in etwa gleich lange Stücke geschnitten. Die einzelnen Bahnen taucht man kurz in Wasser und trägt sie Stück für Stück auf die Geländeschale auf.

Nach und nach wird so das gesamte Gelände mit den Binden bedeckt. Die Gipsbinde sollte stets mit der rauen Seite nach oben aufgelegt werden, da auf dieser Seite mehr Gips zum Glätten der Oberflächen vorhanden ist.

An den Rändern lässt man die Gipsbinden etwas überstehen und faltet sie nach oben zurück, um einen sauberen und bündigen Abschluss mit den Seitenteilen zu erhalten.

Anschließend wird eine zweite Schicht Gipsbinden nach gleichem Muster aufgelegt, um dem Gelände die nötige Steifigkeit zu geben.

Auf die noch feuchten Gipsbinden trägt man mit „Special Hydrocal“, ebenfalls von Woodland Scenics, eine letzte Gipsschicht auf und legt damit die endgültige Geländeform fest.

Als letzter Arbeitsschritt werden die Außenseiten des Dioramas mit Acrylfarbe gestrichen. Die Gleistrasse bekommt noch einen erdfarbenen Anstrich – und fertig ist der Rohbau.
 



Schwierigkeitsgrad:▲
Materialbedarf: ▲
Zeitbedarf: ▲


Teile: 

  • - 10-mm-Sperrholz
  • - Drahtgeflecht
  • - Special Hydrocal von Woodland Scenics
  • - Plaster Cloth von Woodland Scenics
  • - Schale mit Wasser
  • - Acrylfarben



Werkzeuge:

  • - Drahtschere
  • - Schere
  • - diverse Spachtel
  • - kleine Feile
  • - Pinsel

Landschaftsrohbau erstellen

Nur wenige Arbeitsmaterialien und Werkzeuge werden für den Rohbau benötigt

Nur wenige Arbeitsmaterialien und Werkzeuge werden für den Rohbau benötigt

Das Drahtgeflecht wird etwas überlappend aufgelegt und gemäß dem Geländeverlauf zurechtgeschnitten

Das Drahtgeflecht wird etwas überlappend aufgelegt und gemäß dem Geländeverlauf zurechtgeschnitten

Anschließend platziert man die Gipsbinden...

Anschließend platziert man die Gipsbinden...

…bis das ganze Schaustück damit bedeckt ist

…bis das ganze Schaustück damit bedeckt ist

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