Bahn­über­gänge aus Holz

Feldweg kreuzt - Holzschwellenübergang als kleine Bastelei

Die Fahrbahnen von Bahn­über­gän­gen bestehen in der heutigen Zeit aus Beton oder Teer. Füher aber oft legte man auch nur Altschwellen. Wie Sie diese selber basteln, erfahren Sie hier!
Holzschwellenübergang als kleine Bastelei © Eisenbahnmagazin

Zu früheren Zeiten und bei unbedeutenden Wegübergängen legte man oft nur Altschwellen in den Gleisbereich, um den Unterschied zwischen Schiene und Weg auszugleichen.

Manchmal wurden die so verlegten Schwel­len­pa­kete mit Stahlbändern gebunden, um ein Lösen oder Verrutschen zu verhindern, was den Bahnbetrieb gefährden könnte.

An Feldwegen von Nebenbahnen findet man solche „provisorisch“ an­mu­ten­den Wegübergänge auch heute noch. Ein beidseitig rechts am Wegrand stehendes Warnkreuz genügt zur Sicherung des Übergangs.

Baken sind meist nicht vorhanden. Die Warnung der Wegnutzer obliegt im We­sent­li­chen dem Trieb­fahr­zeug­führer, der durch Pfeiftafeln aufgefordert wird, sich lautstark kenntlich zu machen.

Nachbau des Holzschwellenübergangs im Modell

Wenn man die Nachbildung einer ländlichen Nebenbahn als Ziel hat, dürfen kleine Wegübergänge nicht fehlen. Nachdem die Gleise verlegt sind, nimmt man sich den Untergrund des Weges vor, der auf dem selben Niveau liegen muss wie die Schie­nen­ober­kante.

Dies erfolgt mit den gängigen, zum Landschaftsbau verwendeten Materialien. Die Schwellen für den Gleis­be­reich können natürlich aus überzähligen Modellschwellen gebildet werden.

Ein gutes optisches Ergebnis erhält aber auch, wer Streichhölzer ablängt und sie zwischen und neben die Schienen klebt. Dabei ist lediglich darauf zu achten, dass der freie Lauf der Schienenfahrzeuge nicht be­hin­dert wird.

Mit dunkelbrauner Bastelfarbe streicht man die Schwellen dann an. Nach dem Trocknen wird der Weg bis an die seitlichen Streich­hölzer heran ein­fach mit Sand auf­gefüllt.

Das passende Zubehör

Warnkreuze zur Wegsicherung sind von etlichen Herstellern in Aus­füh­rungen verschiedener Epochen erhältlich.

Zu einer Nebenbahn ge­hö­ren letztendlich auch die Pfeiftafeln, die in gebührendem Abstand vor dem Überweg aufgestellt werden und ebenfalls dem Zubehörsortiment entstammen.

 



Schwierigkeitsgrad:▲
Materialbedarf: ▲
Zeitbedarf: ▲


Teile: 

  • - Streichhölzer
  • - Landschaftsmaterialien
  • - Acrylfarbe
  • - Warnkreuze
  • - Pfeiftafeln


Werkzeuge:

  • - Skalpell
  • - Schere
  • - Pinsel
  • - Sekundenkleber


Zubehör:

  • - evtl. Straßenfahrzeug
  • - Figuren

Und so geht's: 

An diesem Feldweg der „Hei­de­kraut­bahn“ sieht man recht deutlich, wie aus Ei­sen­bahn­schwel­len ein ein­fa­cher Über­gang entstehen kann

An diesem Feldweg der „Hei­de­kraut­bahn“ sieht man recht deutlich, wie aus Ei­sen­bahn­schwel­len ein ein­fa­cher Über­gang entstehen kann.

Streichhölzer eignen sich als preis­güns­tige Schwellenimitate. Mit ei­nem Skalpell schneidet man sie auf die passende Länge

Streichhölzer eignen sich als preis­güns­tige Schwellenimitate. Mit ei­nem Skalpell schneidet man sie auf die passende Länge.

Die vorbereiteten Hölzer klebt man dann mit Sekundenkleber so auf die Schwellen, dass sie die Fahr­zeuge nicht behindern

Die vorbereiteten Hölzer klebt man dann mit Sekundenkleber so auf die Schwellen, dass sie die Fahr­zeuge nicht behindern.

Seiten

Tags: 
Weitere Themen aus dieser Rubrik

Thermit- und E-Schweißen: Faller und Viessmann mit neuen H0-Sets

Thermit- und E-Schweißen sind die neuesten Innovationen bei Faller und Viessmann, die in beiden Fällen Zubehör und Lichttechnik miteinander verbinden.

Bahnhof Rotstein very british

Die Epoche III nach DB-Vorbild hat sich Dave Sallery als Anlagenthema für seine 400 cm x 120 cm messende H0-Anlage ausgesucht. Das Ergebnis ist erstaunlich: handlich,... weiter

Dachausbau: So erweitern Sie handelsübliche Bausätze

Werden Gebäude aus handelsüblichen Bausätzen entsprechend der Bauanleitung aufgebaut, so haben sie keine persönliche Note des Erbauers aufzuweisen. Wir zeigen Ihnen,... weiter